Nahost

Zahl von Toten bei Schießerei in Kirche in Jordanien steigt auf neun

Der Terrorangriff auf eine orthodoxe Kirche in Jordanien hat nach bisherigen Angaben neun Todesopfer gefordert. Nach Angaben des jordanischen Gesundheitsministers verbleiben zudem 27 Verwundete in Krankenhäusern.
Zahl von Toten bei Schießerei in Kirche in Jordanien steigt auf neunQuelle: TASS

Die Anzahl von Menschen, die beim Angriff auf die orthodoxe Sankt-Georgs-Kirche in jordanischen Dorf Hammud ums Leben gekommen sind, ist auf neun angestiegen. Dies berichtete der Fernsehkanal Al-Mamlaka am 24. Oktober.

Zuvor waren sieben Tote nach dem Angriff gemeldet worden. Jordaniens Gesundheitsminister Ibrahim Al-Badur erklärte später nach Angaben von Al-Mamlaka, dass zusätzlich zwei weitere verwundete Menschen an schweren Blutungen und zahlreichen Verletzungen gestorben seien. Laut Al-Badur verbleiben außerdem noch 27 Verwundete in Krankenhäusern, wo sie medizinisch behandelt werden. Acht von ihnen mussten in ein Militärkrankenhaus verlegt werden, der Zustand zweier Menschen sei kritisch.

Der Angriff auf die Sankt-Georgs-Kirche war am 23. Oktober erfolgt, als eine Gruppe von Unbekannten Gewehrfeuer auf die Teilnehmer eines Gedenkgottesdienstes eröffnet hatte. Die Verantwortung für den Anschlag übernahm die Terrormiliz Islamischer Staat. Jordanische Behörden fahnden nach den Angreifern, konnten aber bislang keine Verdächtige fassen.

Jordaniens König Abdullah II. forderte eine Bestrafung der Angreifer und rief im Zusammenhang mit dem Anschlag eine dreitägige Trauer im Land aus. Russlands Außenministerium sprach den Hinterbliebenen und Angehörigen der Opfer in einer Stellungnahme sein Beileid aus und erklärte:

"Wir verurteilen entschieden diesen zynischen Terroranschlag, der offensichtlich auf die Untergrabung des interkonfessionellen Friedens in jordanischer Gesellschaft zielt. Angriffe auf religiöse Objekte und ihre Besucher halten wir für inakzeptabel. Wir bestätigen unsere ungebrochene Solidarität mit dem freundschaftlichen Jordanien im Kampf gegen Terrorismus und Extremismus in all ihren Erscheinungen."

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