Massaker in Äthiopien: Mindestens 43 orthodoxe Christen getötet, darunter Kinder
Unter den Toten sollen Frauen, ältere Menschen und mindestens fünf Kinder sein. Zeugen befürchten, dass die Zahl der Todesopfer noch steigen könnte. Einige Leichen seien noch nicht geborgen worden. Es gibt Schwerverletzte. Weitere Menschen werden vermisst.
Überlebende und Kirchenvertreter berichten, Bewaffnete hätten Häuser umstellt, Bewohner erschossen oder mit Messern angegriffen und Häuser angezündet. Mindestens eine Kirche sei geplündert und ein Kirchenwächter getötet worden.
In Oromia gibt es seit Jahren gewaltsame Konflikte. Auch orthodoxe Gemeinden in der Region Arsi sind immer wieder von Angriffen betroffen. Dabei spielen ethnische und religiöse Spannungen eine Rolle. Hinzu kommen Streit um Land und politische Macht.
Eine Stellungnahme der äthiopischen Zentralregierung zu diesem Angriff liegt bislang nicht vor. Für frühere Angriffe in Arsi machte die Regierung von Ministerpräsident Abiy Ahmed die Oromo Liberation Army (OLA) verantwortlich. Die OLA weist den Vorwurf zurück. Die äthiopische Regierung stuft die OLA seit dem Jahr 2021 als Terrororganisation ein und wirft ihr vor, ethnische und religiöse Spannungen zu schüren.
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